Richte zunächst die Karte nach Norden aus, ermittle am Kartenrand den Winkel zum Zielpunkt und stelle denselben Wert am Kompass ein. Übertrage die Richtung in die Landschaft, wähle sichtbare Zwischenpunkte und gehe kontrolliert. Wiederhole Messungen nach Hindernissen, Störungen oder Pausen, damit die Linie präzise bleibt und du Abweichungen früh erkennst.
Verwechsle nie magnetisch und rechtweisend: Kartenwinkel beziehen sich auf geografisch Nord, der Kompass folgt dem Magnetfeld. Korrigiere den Unterschied konsequent, schriftlich im Rand notiert oder am Kompass eingestellt. Entlang langer Distanzen lohnt ein aktualisierter Wert, damit Summenfehler nicht schleichend wachsen und deine Orientierung entgleitet.
Wenn Gelände dich seitlich versetzt, prüfe mit einer Rückwärtigen Peilung zum letzten sicheren Punkt, ob die Richtung stimmt. Nutze parallele Leitlinien, um Abdrift zu erkennen. Korrigiere sofort, wähle neue Zwischenziele und bewerte Wind, Hangneigung oder Vegetation, damit kleine Fehler nicht zu großen Umwegen anwachsen.