Ein Holztisch auf zweitausend Metern, dünne Luft, dicke Scheiben. Die Sennerin reicht Butter, die wirklich nach Wiese schmeckt. Man hört Murmeltiere, blättert im Gipfelbuch, plant doch nichts. Ein Fremder gießt Kaffee nach, erzählt von Lawinen, und plötzlich schmeckt Stille nach Mut.
Ein handgemaltes Schild führt in einen Hof, Bänke unter Feigen. Hauswein, Schinken, Bohnen, Brot, Lachen. Die Familie erklärt, warum die Osmica nur kurz öffnet und wie der Wind über die Reben streicht. Man bleibt viel länger, schreibt ins Heft, tauscht Adressen, verspricht Wiedersehen.
Wenn die Lichter am Hafen angehen, klingen Teller wie kleine Wellen. Auf der Mauer sitzen Jugendliche, Alte spielen Karten, irgendwo knarzt ein Fender. Sardellen glitzern, Oliven glänzen, Stimmen mischen Sprachen. Du fühlst dich eingeladen, nicht bedient, und verlässt den Platz später, zufriedener, leicht.